1. Schutzziele und Brandrisiko festlegen
Am Anfang stehen Nutzung, Prozesse, Brandstoffe, Personenbelegung, Betriebsunterbrechungsrisiko, Gebäudegeometrie und rechtliche beziehungsweise behördliche Rahmenbedingungen. Daraus werden Schutzziele und erforderliche Schutzebenen abgeleitet.
2. Entstehende Brände möglichst geeignet erkennen
Rauch-, Wärme-, Flammen- oder Ansaugsysteme reagieren auf unterschiedliche Brandmerkmale. Die geeignete Detektion hängt von Umgebung, Störgrößen, erwarteter Brandentwicklung und erforderlicher Reaktionszeit ab.
3. Alarmierung und Steuerungen auslösen
Eine Brandmeldeanlage kann lokale und externe Alarmierung sowie definierte Steuerfunktionen anstoßen. Welche Funktionen zulässig und erforderlich sind, gehört in die genehmigte Planung und Funktionsmatrix.
4. Ausbreitung begrenzen
Brandabschnitte, Abschottungen, Brandschutzklappen, Türen und Rauchschutzmaßnahmen sollen die Ausbreitung von Feuer und Rauch begrenzen. Bauliche und anlagentechnische Maßnahmen müssen an Durchdringungen und Lüftungswegen zusammenpassen.
5. Lösch- oder Unterdrückungssystem passend zum Szenario
Sprinkler, Wassernebel, gasförmige Löschmittel, Schaum oder andere Systeme haben unterschiedliche Wirkprinzipien und Anwendungsgrenzen. Ein System darf nicht nur nach dem Löschmittel ausgewählt werden, sondern nach dem geprüften Schutzkonzept für das konkrete Risiko.
6. Lebenszyklus erhalten
Umbauten, neue Lagergüter, veränderte Prozesse oder außer Betrieb genommene Komponenten können das Schutzkonzept verändern. Prüfung, Wartung, Dokumentation und Management of Change sind deshalb Teil der Schutzfunktion.