Brandschutzwissen

Sprühflut- und offene Düsenanlagen: Hochrisikobereiche gezielt schützen

Sprühflutanlagen unterscheiden sich von klassischen Sprinkleranlagen dadurch, dass offene Düsen beziehungsweise Sprühköpfe nach einer zentralen Auslösung gemeinsam einen vorgesehenen Bereich beaufschlagen können.

SprühflutDeluge

Fachlich geprüft: 10. August 2026 · Von Matthias R. Eichenfeld

Offene Düsen und zentrale Freigabe

Das Rohrnetz kann mit offenen Düsen ausgestattet sein. Ein Detektions- oder Freigabesystem steuert das Ventil, das Wasser in den vorgesehenen Bereich einleitet. Die konkrete Logik ist sicherheitskritisch und gehört in die genehmigte Planung.

Anwendungsspezifisch

Solche Systeme können bei schnell entwickelnden Bränden, exponierten Anlagen oder zum Schutz bestimmter Gefahren eingesetzt werden. Düsenbild, Wasserbedarf und Auslösekonzept müssen für das reale Szenario nachgewiesen sein.

Schnittstelle zur Detektion

Da Löschung und Detektion stärker gekoppelt sein können als beim einzelnen thermisch auslösenden Sprinkler, sind Funktionsmatrix, Fehlersignale und Wartungszustände besonders wichtig.

Brandschutz ist standort-, nutzungs- und gefahrenspezifisch. Konkrete Planung, Dimensionierung, Installation, Prüfung, Wartung und Einsatzmaßnahmen müssen nach den anwendbaren Vorschriften, Zulassungen, Versicherer-/Behördenanforderungen und durch qualifizierte Fachleute erfolgen.